Leistungen
Parodontologie
Zahnfleischentzündung früh erkennen und stoppen – damit Ihre eigenen Zähne fest bleiben. Zahnärztlich begleitet, mit Blick auf Ihre Allgemeingesundheit.
Fachlich geprüft · Melanie Bertsch, Zahnärztin · Stand Juli 2026

Parodontitis ist eine chronische, bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates, die das Gewebe zwischen Zahn und Zahnfleisch angreift und unbehandelt den Kieferknochen abbaut. In der Parodontologie erkennen und stoppen wir diese Entzündung, bevor sie Ihre Zähne lockert – damit Sie Ihre eigenen Zähne bis ins hohe Alter behalten.
Warum sie oft zu spät auffällt
Das Tückische an einer Parodontitis ist ihre Stille. Sie entwickelt sich über Jahre und tut dabei selten weh – anders als Karies, die sich meldet.
Deshalb wird sie oft erst spät erkannt, wenn bereits Knochen verloren gegangen ist.
Diese Warnzeichen nehmen viele nicht ernst:
- Zahnfleisch, das beim Putzen blutet
- zurückweichendes Zahnfleisch oder länger wirkende Zähne
- anhaltender Mundgeruch
Ursache ist immer eine aus dem Gleichgewicht geratene Mundflora – Bakterien, die sich zwischen Zahn und Zahnfleisch festsetzen.
Wer diese Zeichen kennt und rechtzeitig handelt, verschafft sich den entscheidenden Vorsprung: Je früher wir eingreifen, desto mehr Substanz bleibt erhalten.
Wie wir vorgehen
Wir behandeln in nachvollziehbaren Schritten – jeder wird erklärt, bevor er geschieht.
- Befund erheben. Wir messen die Zahnfleischtaschen, prüfen Blutung und Lockerung und machen so das Ausmaß der Entzündung sichtbar. Erst danach entsteht ein Plan, der zu Ihrer Situation passt.
- Entzündung stoppen. Wir reinigen die Zahn- und Wurzeloberflächen gründlich von bakteriellen Belägen, bei Bedarf unter örtlicher Betäubung. So kann sich das Zahnfleisch wieder anlegen und beruhigen.
- Erhalt sichern. In der Nachsorge kontrollieren wir regelmäßig, entfernen neue Beläge und behalten die Taschen im Blick, damit die Entzündung nicht zurückkehrt.
Der langfristige Erfolg entsteht nicht in einer einzigen Sitzung, sondern in der verlässlichen Begleitung darüber hinaus.
Mundgesundheit wirkt auf den ganzen Körper
Eine Parodontitis bleibt nicht immer auf den Mund beschränkt. Zwischen der chronischen Entzündung und Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden bestehen wissenschaftlich belegte Wechselwirkungen.
Wir denken diesen Zusammenhang mit – evidenzbasiert, nicht als Randnotiz.
Wenn Sie an Diabetes leiden, herzkrank oder schwanger sind, ist die Vorsorge besonders wichtig, und wir beraten Sie dann ausführlicher.
Für alle anderen gilt: Regelmäßige Kontrolle und professionelle Zahnreinigung sind die verlässlichste Vorbeugung.
Dabei entfernen wir Zahnstein, Beläge und Verfärbungen, polieren die Zähne und prüfen, ob sich unbemerkt neue Taschen gebildet haben.
Was Sie davon haben
Sie behalten Ihre eigenen Zähne – fest verankert, statt sie über die Jahre schleichend zu verlieren.
Eine stabile Zahnfleischsituation ist die Grundlage dafür, dass alles andere hält: die eigene Kaufunktion, hochwertiger Zahnersatz, ein gepflegtes Lächeln.
Statt abzuwarten, bis sich ein Zahn lockert, greifen wir früh und schonend ein. Sie wissen, woran Sie sind, kennen jeden Schritt vorab und entscheiden in Ruhe mit.
Und Sie tun zugleich etwas für Ihre Allgemeingesundheit – denn ein ruhiger, entzündungsfreier Mund entlastet den ganzen Körper.
Ob das zu Ihnen passt, klären wir in Ruhe.
Häufige Fragen
Was ist eine Parodontitis?
Eine Parodontitis ist eine chronische bakterielle Entzündung des Zahnhalteapparates – also des Gewebes und Knochens, die den Zahn im Kiefer verankern. Sie verläuft meist über Jahre und oft ohne Schmerzen. Bleibt sie unbehandelt, baut sich der Knochen ab, und der Zahn kann sich lockern und verloren gehen.
Woran erkenne ich eine Parodontitis?
Ein häufiges frühes Anzeichen ist Zahnfleisch, das beim Putzen blutet. Auch zurückweichendes Zahnfleisch, empfindliche Zahnhälse oder anhaltender Mundgeruch können Hinweise sein. Weil eine Parodontitis selten wehtut, bleibt sie oft lange unbemerkt. Sicherheit gibt eine kurze Untersuchung bei uns, bei der wir die Zahnfleischtaschen messen.
Blutet Zahnfleisch immer bei einer Parodontitis?
Nicht zwingend, aber Zahnfleischbluten ist eines der wichtigsten Warnsignale und sollte nie als harmlos abgetan werden. Es zeigt, dass das Zahnfleisch entzündet ist. Umgekehrt kann eine Entzündung auch ohne deutliches Bluten fortschreiten. Deshalb lohnt sich die regelmäßige Kontrolle, statt nur auf sichtbare Zeichen zu warten.
Tut die Behandlung einer Parodontitis weh?
Die eigentliche Reinigung der Zahnfleischtaschen wird bei Bedarf örtlich betäubt, sodass sie in der Regel gut auszuhalten ist. In den Tagen danach kann das Zahnfleisch vorübergehend empfindlich sein. Wir erklären jeden Schritt vorab und richten uns nach Ihrem Empfinden – Sie behalten die Kontrolle über das Tempo.
Kann man eine Parodontitis heilen?
Eine Parodontitis ist chronisch und lässt sich nicht einfach wegmachen, aber die Entzündung kann in vielen Fällen zum Stillstand gebracht werden. Ziel der Behandlung ist, den Knochenabbau zu stoppen und das Gewebe zu stabilisieren. Entscheidend dafür ist die regelmäßige Nachsorge – die Parodontitis bleibt eine Sache der dauerhaften Betreuung.
Was kostet eine Parodontitisbehandlung?
Das hängt vom Ausmaß der Erkrankung und den nötigen Schritten ab. Die systematische Parodontitisbehandlung ist bei entsprechender Diagnose eine Kassenleistung; ergänzende Maßnahmen wie die professionelle Zahnreinigung sind Privatleistungen. Ihren konkreten Fall besprechen wir mit einem transparenten Plan, bevor etwas entschieden wird – ohne versteckte Posten.
Zahlt die Krankenkasse die Parodontitisbehandlung?
Die gesetzliche Krankenkasse übernimmt die systematische Parodontitisbehandlung, wenn die Untersuchung eine behandlungsbedürftige Erkrankung zeigt. Bestimmte begleitende Leistungen – etwa die professionelle Zahnreinigung zur Vorbeugung und Nachsorge – gehören nicht zum Kassenkatalog. Was Kasse ist und was privat, legen wir Ihnen vorab klar und schriftlich dar.
Wie oft sollte ich zur Vorsorge und professionellen Zahnreinigung kommen?
Für viele Patienten sind zwei Termine im Jahr eine gute Grundlage, um Zahnfleisch und Zahnhalteapparat im Blick zu behalten. Nach einer Parodontitisbehandlung kann ein engmaschigerer Rhythmus sinnvoll sein. Den passenden Abstand stimmen wir individuell auf Ihre Situation ab – er entscheidet mit über den dauerhaften Erfolg.
Was hat Parodontitis mit Diabetes oder dem Herz zu tun?
Zwischen Parodontitis und Erkrankungen wie Diabetes oder Herz-Kreislauf-Leiden bestehen wissenschaftlich belegte Wechselwirkungen; die Entzündung im Mund kann den ganzen Körper mitbetreffen. Wenn Sie an Diabetes leiden, herzkrank oder schwanger sind, beraten wir Sie besonders ausführlich – hier sind Vorsorge und regelmäßige Kontrolle noch wichtiger.
Kann eine Parodontitis zu Zahnverlust führen?
Ja. Bleibt eine Parodontitis unbehandelt, baut sich der Kieferknochen um den Zahn herum ab, und die Zähne können sich lockern und schließlich verloren gehen – Parodontitis ist bei Erwachsenen eine der häufigsten Ursachen für Zahnverlust. Genau deshalb lohnt es sich, früh hinzusehen und rechtzeitig zu behandeln.
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