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Kreidezähne behandeln

Kreidezähne (MIH) zeigen sich als gelblich-braune Flecken und empfindlicher, bröckelnder Schmelz. Wir schützen die betroffenen Zähne und gleichen die Verfärbung ästhetisch an.

Fachlich geprüft · Melanie Bertsch, Zahnärztin

Weiße Zahnpastatube und Bambus-Zahnbürste auf grünen Blättern.

Kreidezähne sind die umgangssprachliche Bezeichnung für die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), eine Störung der Schmelzbildung. Der Schmelz ist an einzelnen Zähnen weicher und verfärbt sich gelblich bis bräunlich. Wir schützen die betroffenen Zähne vor weiterem Substanzverlust und gleichen die Verfärbung ästhetisch an.

Was sind Kreidezähne (MIH)?

Bei Kreidezähnen ist der Zahnschmelz an einzelnen Zähnen schwächer mineralisiert als üblich. Er wirkt kreidig, ist weicher und empfindlicher und trägt gelblich-braune Flecken. Betroffen sind meist die bleibenden Backenzähne und die Frontzähne, häufig fällt es im Kindes- oder Jugendalter auf.

Wichtig ist die Abgrenzung, denn nicht jeder Fleck hat dieselbe Ursache:

  • Kreidezähne (MIH): Der Schmelz selbst ist schwächer gebildet, also weicher und poröser.
  • Fluorose: Folge einer erhöhten Fluoridzufuhr in der Kindheit, der Schmelz bleibt dabei im Kern hart.
  • Karies: eine bakterielle Entkalkung, die fortschreitet, wenn man sie nicht behandelt.

Welche dieser Ursachen vorliegt, klären wir bei einer kurzen Kontrolle, bevor wir etwas tun. Erst danach entscheidet sich der Behandlungsweg.

Woran erkennen Sie Kreidezähne?

Typische Zeichen sind gelblich-braune oder cremefarbene Flecken auf sonst gesund wirkenden Zähnen. Oft kommt eine erhöhte Empfindlichkeit dazu, etwa bei Kälte oder beim Zähneputzen. In stärkeren Fällen platzt der weiche Schmelz an der Oberfläche ab, und der Zahn verliert Substanz.

Weil der Schmelz poröser ist, haften Beläge leichter an. Kreidezähne sind dadurch anfälliger für Karies und brauchen mehr Aufmerksamkeit bei der Pflege und Vorsorge als ein normal mineralisierter Zahn.

Wie wir Kreidezähne behandeln

Bei Kreidezähnen steht zuerst der Schutz im Vordergrund, danach folgt die Ästhetik.

  1. Schmelz schützen. Wir härten den weichen Schmelz durch gezielte Fluoridierung und versiegeln gefährdete Stellen. So sinkt das Risiko, dass weitere Substanz verloren geht.
  2. Verfärbung angleichen. Flecken ohne Strukturschaden gleichen wir mikroinvasiv an. Dafür nutzen wir die Icon-Infiltration: Ein dünnflüssiger Kunststoff dringt in den porösen Schmelz ein, verändert die Lichtbrechung und lässt den Fleck optisch mit dem gesunden Schmelz verschmelzen, ganz ohne Bohren und meist ohne Betäubung.
  3. Substanz aufbauen. Ist der Schmelz bereits abgeplatzt, ergänzt eine zahnfarbene Kompositfüllung das Bild und stellt die Kaufläche wieder her. Beide Wege gehören zur ästhetischen Zahnerhaltung, mit der wir Ihre eigene Zahnsubstanz bewahren statt sie zu ersetzen.

Sind einzelne Zähne stark geschädigt, besprechen wir eine weiterführende Versorgung. Was in Ihrem Fall sinnvoll ist, sehen wir uns vorher an und halten es im Heil- und Kostenplan fest.

Was kostet die Behandlung?

Der Preis richtet sich nach Zahn und Umfang. Der Schutz durch Fluoridierung und Versiegelung ist eine kleinere Maßnahme als der ästhetische Aufbau. Wird eine zahnfarbene Kompositfüllung nötig, liegt der Eigenanteil bei uns meist bei etwa 100 bis 250 Euro je Zahn; mehrflächige Aufbauten kosten entsprechend mehr.

Konkrete Zahlen nennen wir Ihnen nach der Untersuchung, festgehalten im Heil- und Kostenplan, bevor Sie sich entscheiden.

Kreidezähne begleiten und vorbeugen

Die Mineralisationsstörung selbst lässt sich kaum verhindern, weil sie bei der Schmelzbildung entsteht. Beeinflussen lässt sich aber der weitere Verlauf. Je früher ein Kreidezahn auffällt, desto eher können wir ihn schützen, bevor Substanz verloren geht.

Regelmäßige Kontrolle und eine professionelle Zahnreinigung helfen dabei, den empfindlichen Schmelz sauber zu halten und Karies früh zu erkennen. Bei betroffenen Zähnen stimmen wir den passenden Abstand für die Vorsorge auf Ihre Situation ab.

Ob das zu Ihnen passt, klären wir im Beratungsgespräch.

Häufige Fragen

Was sind Kreidezähne?

Kreidezähne sind die umgangssprachliche Bezeichnung für die Molaren-Inzisiven-Hypomineralisation (MIH), eine Störung der Schmelzbildung. Der Schmelz ist an einzelnen Zähnen weicher und poröser als normal und verfärbt sich gelblich bis bräunlich. Betroffen sind meist die bleibenden Backenzähne und Frontzähne, oft schon im Kindesalter.

Wodurch entstehen Kreidezähne?

Die genaue Ursache ist noch nicht abschließend geklärt. Diskutiert werden Einflüsse während der Schmelzbildung in den ersten Lebensjahren. Anders als bei einer Fluorose entstehen Kreidezähne nicht durch zu viel Fluorid. Wichtig für die Behandlung ist deshalb nicht die Schuldfrage, sondern der aktuelle Zustand des einzelnen Zahns.

Was ist der Unterschied zwischen Kreidezähnen und Fluorose?

Beides zeigt sich als Fleck auf dem Zahn, die Ursache ist aber verschieden. Eine Fluorose entsteht durch eine erhöhte Fluoridzufuhr in der Kindheit, der Schmelz bleibt dabei im Kern hart. Bei Kreidezähnen ist der Schmelz selbst schwächer mineralisiert, also weicher und empfindlicher. Was in Ihrem Fall vorliegt, klären wir bei einer kurzen Untersuchung.

Sind Kreidezähne anfälliger für Karies?

Ja. Weil der Schmelz poröser ist, haften Beläge leichter an und der Zahn ist empfindlicher gegenüber Säure und Kälte. Deshalb steht bei Kreidezähnen zuerst der Schutz im Vordergrund, damit der weiche Schmelz nicht weiter verloren geht. Regelmäßige Kontrolle und Fluoridierung sind hier besonders wichtig.

Lassen sich die Verfärbungen entfernen?

Flecken ohne Strukturschaden lassen sich mikroinvasiv angleichen, oft mit der Icon-Infiltration und ohne Bohren. Ist die Oberfläche bereits abgeplatzt oder fehlt Substanz, ergänzt eine zahnfarbene Kompositfüllung das Bild. Welcher Weg passt, hängt vom einzelnen Zahn ab und zeigt sich nach der Untersuchung.

Was kostet die Behandlung?

Der Preis richtet sich nach Zahn und Umfang. Der Schutz durch Fluoridierung und Versiegelung ist eine kleinere Maßnahme als der ästhetische Aufbau. Wird eine zahnfarbene Kompositfüllung nötig, liegt der Eigenanteil bei uns meist bei etwa 100 bis 250 Euro je Zahn. Verlässliche Zahlen nennen wir Ihnen nach der Untersuchung, festgehalten im Heil- und Kostenplan.

Kann man Kreidezähne vorbeugen?

Vorbeugen im engeren Sinn lässt sich die Mineralisationsstörung selbst kaum, weil die Ursache in der Schmelzbildung liegt. Gut beeinflussen lässt sich aber der weitere Verlauf: früh erkennen, den weichen Schmelz durch Fluoridierung härten und die betroffenen Zähne engmaschig kontrollieren, bevor Substanz verloren geht.

Sprechen wir über Ihr Ergebnis.

Ein unverbindliches Beratungsgespräch zeigt Ihnen, was in Ihrem Fall möglich ist. Fachlich fundiert, ohne Verkaufsdruck.